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Mental-Load-Test für Paare

25 Alltagsaufgaben, rund drei Minuten. Du kreuzt bei jeder an, wer bei euch daran denkt. Danach siehst du, wie die Denkarbeit zwischen dir und deiner Partnerin oder deinem Partner verteilt ist und in welchen Bereichen es am meisten hakt.

Der Test läuft komplett in deinem Browser. Deine Antworten werden nirgends gespeichert.

Zuletzt aktualisiert am von Chris, Gründer von Homzie

Wer denkt bei euch woran?

Es geht darum, wer eine Aufgabe im Kopf hat, sie also bemerkt, plant und an sie erinnert. Wer sie am Ende erledigt, spielt hier keine Rolle.

Haushalt

Merken, wann Bad und Küche wieder geputzt werden müssen

Putzmittel, Klopapier und Müllbeutel nachkaufen, bevor sie leer sind

Die Wäsche im Blick haben: was gewaschen werden muss, was in die Reinigung gehört

Reparaturen und Handwerker organisieren

An Müllabfuhr, Altglas und Pfandflaschen denken

Essen und Einkauf

Überlegen, was es diese Woche zu essen gibt

Die Einkaufsliste führen und wissen, was fehlt

Kühlschrank und Vorräte im Blick haben, auch das Haltbarkeitsdatum

An Essen für besondere Anlässe denken, etwa Gäste oder ein Buffet in der Kita

Termine und Planung

Arzt- und Zahnarzttermine ausmachen

Die Woche abstimmen: wer ist wann wo, wer holt ab

Urlaub planen und buchen

Geburtstage und Feiertage im Kopf haben

Kinder

Kita und Schule: Elternbriefe, Formulare, Ausflüge, Geld mitgeben

Merken, wann Kleidung und Schuhe zu klein werden

Hobbys, Fahrdienste und Verabredungen der Kinder organisieren

An Kinderarzt, Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen denken

Betreuung klären, wenn die Kita zu hat oder ein Kind krank ist

Geld und Verträge

Rechnungen und Fristen im Blick haben

Versicherungen, Strom- und Handyverträge prüfen

Unterlagen für die Steuererklärung sammeln

Größere Anschaffungen planen

Familie und Freunde

Geschenke für Geburtstage und Feiertage besorgen

Kontakt zur Familie halten, Anrufe und Besuche planen

Treffen mit Freunden organisieren

Was ist Mental Load?

Mental Load ist die Denkarbeit, die den Alltag am Laufen hält. Wikipedia beschreibt ihn als die Belastung durch das Organisieren von Alltagsaufgaben, die „gemeinhin als nicht der Rede wert erachtet werden und somit weitgehend unsichtbar sind“.

Ein Beispiel: Das Klopapier ist fast leer. Jemand muss das bemerken, auf die Einkaufsliste schreiben und daran denken, dass am Samstag Besuch kommt. Den Einkauf erledigt vielleicht die andere Person. Die Denkarbeit davor sieht niemand.

Die Soziologin Allison Daminger hat diese Arbeit in einer Studie mit 35 Paaren in vier Schritte zerlegt: Bedarf vorhersehen, erkennen, was zu tun ist, entscheiden und im Blick behalten, ob es erledigt wurde. Genau diese Schritte fragt der Test ab.

Woher kommt der Begriff?

Der Begriff wird meist auf die französische Soziologin Monique Haicault zurückgeführt, die 1984 über die Organisation des Alltags in Paarbeziehungen schrieb. Bekannt wurde er 2017 durch den Comic „Fallait demander“ der französischen Zeichnerin Emma, auf Englisch „You should’ve asked“. In Deutschland hat vor allem die Autorin Patricia Cammarata das Thema bekannt gemacht.

Wie ist der Mental Load in Deutschland verteilt?

Mehrere aktuelle Erhebungen zeigen ein ähnliches Bild:

ErgebnisQuelle
Bei Paaren, in denen beide arbeiten, organisiert in 62 % der Fälle vor allem die Frau den Alltag, in 20 % vor allem der Mann. Mit Kindern liegt der Anteil der Frauen bei 74 %.WSI der Hans-Böckler-Stiftung, 2023
62 % der Mütter fühlen sich durch den Mental Load stark belastet, bei den Vätern sind es 31 %.hkk/forsa, 2025
82 % der Väter halten die Aufteilung in ihrer Familie für fair, bei den Müttern sind es 61 %.hkk/forsa, 2025
Frauen leisten pro Woche knapp 30 Stunden unbezahlte Arbeit, Männer knapp 21 Stunden. Der Gender Care Gap liegt damit bei 44,3 %.Statistisches Bundesamt, Zeitverwendungserhebung 2022

Die letzte Zahl umfasst alle unbezahlte Arbeit, also auch Putzen, Kochen und Pflege, nicht nur die Denkarbeit. Sie zeigt aber, dass die ungleiche Verteilung kein Einzelfall ist.

Woran merkst du, dass der Mental Load ungleich verteilt ist?

  • Du wirst gefragt: „Sag mir einfach, was ich tun soll.“ Die Aufgabe ist dann geteilt, die Verantwortung nicht.
  • Kita, Schule oder Arztpraxis melden sich automatisch bei dir.
  • Wenn du ein paar Tage weg bist, bleibt einiges liegen oder du bekommst viele Nachfragen.
  • Abends im Bett gehst du im Kopf durch, was morgen alles ansteht.
  • Du erinnerst andere an Dinge und fühlst dich dabei wie die Person, die nervt.

Wenn du dich über Wochen erschöpft fühlst und nicht mehr abschalten kannst, sprich mit deiner Hausärztin oder deinem Hausarzt.

Wie erklärt man dem Partner Mental Load?

Mit einem konkreten Beispiel klappt das meist besser als mit Vorwürfen. Nehmt euch den nächsten Kindergeburtstag oder die nächste Einladung vor und schreibt jeden Schritt auf: Termin klären, Geschenk überlegen, kaufen, einpacken, Karte schreiben, hinbringen. Meist wird dabei schnell sichtbar, wie viele Schritte vor dem eigentlichen Erledigen liegen.

Noch besser funktioniert es, wenn ihr den Test beide getrennt macht und die Ergebnisse nebeneinanderlegt. Die Zeilen, bei denen ihr euch unterschiedlich einschätzt, sind der beste Einstieg ins Gespräch. Dafür gibt es unten die Liste zum Ausdrucken.

Wie teilt ihr den Mental Load fairer auf?

Hilfreich ist ein Grundsatz aus der Methode „Fair Play“ der US-Autorin Eve Rodsky: Wer eine Aufgabe übernimmt, übernimmt sie ganz. Das heißt Bedarf erkennen, planen und erledigen, ohne dass die andere Person erinnern muss.

  1. Macht den Test beide und sucht die zwei, drei Bereiche mit dem größten Unterschied.
  2. Gebt in diesen Bereichen einzelne Aufgaben komplett ab, zum Beispiel alle Arzttermine der Kinder oder den Wocheneinkauf inklusive Planung.
  3. Akzeptiert, dass die andere Person es anders macht. Wer nachkontrolliert, holt sich die Denkarbeit zurück.
  4. Macht Termine und Listen für beide sichtbar, damit nicht eine Person das Gedächtnis des Haushalts ist.
  5. Setzt euch einmal pro Woche 15 Minuten zusammen und geht die nächsten Tage durch.

Für Punkt vier haben wir Homzie gebaut. In der App weist du Aufgaben einer Person zu, die dann auch die Erinnerung bekommt. Familienkalender und Einkaufsliste liegen für alle im Haushalt sichtbar in derselben App. Die Grundfunktionen sind kostenlos.

Mental-Load-Liste zum Ausdrucken

Dieselben 25 Aufgaben wie im Test, auf einem DIN-A4-Blatt. Jede Person füllt ein eigenes Blatt aus, danach vergleicht ihr.

Häufige Fragen zum Mental-Load-Test

Was ist ein Mental-Load-Selbsttest?

Ein Fragebogen, mit dem du einschätzt, wer in eurem Haushalt an welche Aufgaben denkt. Der Test auf dieser Seite fragt bei 25 Alltagsaufgaben, wer sie im Kopf hat, und zeigt danach, wie sich die Denkarbeit zwischen dir und deiner Partnerin oder deinem Partner verteilt.

Ist der Test wissenschaftlich geprüft?

Nein. Die Aufgaben orientieren sich an Studien zur Denkarbeit im Haushalt, der Test selbst ist aber nicht wissenschaftlich validiert. Er soll ein Gespräch anstoßen und ersetzt keine Beratung.

Wie kann ich Mental Load abgeben?

Indem du Aufgaben vollständig abgibst, also auch das Daran-Denken und das Planen. Wer den Kindergeburtstag übernimmt, kümmert sich um Einladungen, Geschenk und Kuchen, ohne dass du erinnern musst. Ein gemeinsamer Kalender und geteilte Listen helfen, weil dann nicht mehr eine Person alles im Kopf behalten muss.

Werden meine Antworten gespeichert?

Nein. Der Test läuft komplett in deinem Browser. Deine Antworten werden weder gespeichert noch an uns oder Dritte übertragen. Wenn du die Seite schließt, sind sie weg.

Quellen